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Tag 4: Sigiriya - Dambulla - Kandy
Um 7.30 ist Abfahrt zum Felsentempel von Dambulla. Der Tempel sieht von außen durch die meterhohe goldene Buddha-Statue sehr eindrucksvoll aus und ist der älteste Felsentempel der Insel. Wir besteigen den Hügel links des Tempels und werden
währenddessen von Kindern angesprochen, die uns Opferblüten verkaufen wollen. Ihre Taktik ist, einem die Blumen in die Hand zu drücken und dann erwartungsvoll die Hand nach Geld auszustrecken. Der Aufstieg ist wegen der Hitze etwas beschwerlich. Mit Blumen bestückt erreichen wir den Tempel. Dort geben wir unsere Schuhe ab, denn den Tempel darf man nur barfuß und mit bedeckten Schultern und Knien betreten. Es gibt verschiedene Höhlen, in denen es Statuen und Wandmalerei zu entdecken gibt. Die Höhlen wurden von König Valagma in seiner Exilzeit hinterlassen (100 Jahre v. Chr.).

Vom unteren Plateau aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Umland und den Sigiriya-Felsen. Beim Betrachten der Malerei an den Wänden fragt man sich unweigerlich, wie man früher Farbe gemischt hat, die noch heute kräftig zu sehen ist. Die Höhlen sind eindrucksvoll und geben eine mystische
Atmosphäre wieder, getragen von den Gebeten und Opfergaben der Einheimischen. Von der Hitze und dem Geruch der zahlreichen Räucherstäbchen kann einem aber auch leicht übel werden.

Weiter geht die Fahrt zum Gewürzgarten von Matale. Hier bekommen wir eine Führung durch die singhalesische Gewürzwelt. Wir dürfen echten Kakao mit Bananen-Aroma probieren. Es ist spannend, die Ursprünge der Gewürze kennen zu lernen: Ingwer, Vanille, Lemongras, Muskatnuss, Aloe Vera ...

Ein Singhalese zeigt uns an einer Palme, wie die Kokosnüsse geerntet werden. Dann dürfen wir in einer Hütte Platz nehmen, wo die Heilwirkung verschiedener Pflanzen erklärt werden. Wer mag, darf sich massieren lassen. Das sorgt für Gelächter, Entspannung und lustige Photos von Frauen in BHs, die sich den Rücken massieren lassen. Im Verkaufsshop vorne kann man die leider ziemlich teuren pflanzlichen Produkte erstehen. Die Führung hat Spaß gemacht und war vor allem informativ.
Unser nächster Reisestop ist die Batikfabrik auf dem Weg nach Kandy. Man zeigt uns die Herstellung dieser schönen Stoffe, die auf Sri Lanka Frauenarbeit ist. Die Kleidungsstücke sind wirklich schön
und haben ihren Preis, was aber an der aufwendigen Verarbeitung liegt.

Nun fahren wir nach Kandy, der damaligen Hauptstadt
(1600-1815) des singhalesischen Reiches. Sie liegt an einem künstlichen See und ist auch heute noch kultureller Mittelpunkt Sri Lankas. Hier befindet sich der bekannte "Tempel des Zahns", das wichtigste buddhistische Heiligtum des Landes. Unser Hotel liegt oben auf dem Hügel, von wo uns ein grandioser Ausblick auf Kandy geboten wird. Das Restaurant ist von einer Glasfassade umgeben, so dass man auf nebelverhangene Wälder schauen kann. Das Essen ist sehr lecker und nachmittags ruhen wir uns am kleinen Pool aus, der etwas unterhalb des Hotels liegt.
Am frühen Abend werden wir nach Kandy zu einer Tanzvorführung gefahren, die eine Stunde dauert. Die Tänzerinnen und Tänzer sind schön geschmückt und geschminkt und vollführen rituelle Tänze. Auf einem uns vorher ausgehändigten Zettel finden wir die Bedeutungen der jeweiligen Tänze, die uns begeistern. Anschließend können wir draußen Singhalesen beim Lauf über das Feuer zuschauen.

Unser nächstes Ziel ist der Tempel des Zahns.
Vor dem Tempel reihen wir uns in die Schlangen der
Schaulustigen und Einheimischen ein, die vor Betreten ihre
Schuhe ausziehen müssen. Im Tempel herrscht ein scheinbar
wirres Durcheinander. Von überall ertönt Musik, rituelle
Trommelmusik, Touristen und Singhalesen mischen sich in
einem Pilgerstrom, der an den Heiligtümern vorbeizieht.
Diese Stimmung im vergoldeten Tempel ist eindrucksvoll aber auch ein wenig verstörend. Der Zahn ist in einem Schrein verschlossen, der im offenen Innenhof steht. Der Reliquienbehälter hat die Form eines Dagoba.

Der Tempel heißt Dalada Maligava und ist das wichtigste Bauwerk von Kandy. In der Halle (rechtes Bild) kann man auf Bildern die Geschichte des Buddhismus lesen. Vor ca. fünf Jahren gab es ein schlimmes Attentat auf den Zahntempel, als ein mit Farbdosen beladener LKW frontal in den Eingang des Tempels fuhr und explodierte.

Später abends im Hotel gibt es ein Barbecue auf der oberen Hotelterrasse. Nach diesem ereignisreichen Tag fallen wir müde ins Bett und genießen das schöne Hotel.
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