Tag 2: Colombo - Anuradhapura - Sigiriya

Da unsere Reisegruppe zu groß ist, werden wir in zwei Gruppen (Busse) aufgeteilt. Diese Aufteilung bleibt für den Rest der Rundreise so. Und nun ab in die kleinen robusten Busse, mit uns Touris, einem Reiseleiter, einem Fahrer und einem Gehilfen. Unser Reiseleiter heißt Anton Gamini und scheint nett zu sein. Er spricht gut Deutsch, nur muss man sich manchmal konzentrieren, wenn er viel erzählt.

Die Fahrt heute beginnt um 7 Uhr mit einer kurzen Rundfahrt durch Colombo. Überall sieht man Buddha-Statuen, die golden in der frühen Sonne glänzen. So geht die Fahrt weiter an der Küste entlang Richtung Anuradhapura. Auffallend ist, dass die Besiedlung entlang der Straßen verläuft. Die Dörfer scheinen nahtlos ineinander über zu gehen. Gegen Mittag erreichen wir ein Hotel, wo wir Mittag essen: Reis mit Curry, das Standard-Rezept der Insel. Das Hotel hat einen wunderschönen Garten und liegt an einem See.

Nach einem kurzen Spaziergang fahren wir weiter, bis wir nachmittags in Anuradhapura ankommen. Hier steht der Ableger des Bo-Baumes, unter dem Buddha Gautama einst seine Erleuchtung fand. Dieser Ableger wurde ca. 250 Jahre v. Christus von Indien nach Sri Lanka gebracht und ist eines der bedeutendsten Heiligtümer der Buddhisten.

Die buddhistischen Tempel darf man nur barfuß und mit angemessener Kleidung betreten, d.h. die Knie und die Schultern müssen bedeckt sein. Im Tempel herrscht eine ruhige Stimmung. Buddhisten haben an einigen Stellen Blüten gelegt, als Opfergabe. Wir sehen Frauen, die in Gruppen betend vor dem eingezäunten Baum stehen. Am Zaun hängen in bunten Farben Tücher, auf die Wünsche geschrieben stehen. Meist sind es Fruchtbarkeitswünsche oder solche für die Gesundheit der Familie. So bekommen wir einen ersten Einblick in die Geschichte des Buddhismus auf Sri Lanka.

Auf dem Weg zurück zum Bus sehen wir die ersten Äffchen der Insel. Sie sind frech und lustig und werden von uns gefüttert. Unser Reiseleiter erklärt uns derweil die Bedeutung der Dagobas. Eins steht hier im Gelände und wir können es von Weitem fotografieren.

Die Fahrt geht weiter, bis wir nach drei Stunden holpernder Fahrt unser Hotel in Sigirya erreichen. Das Hotel Sigiriya liegt am Rand des Urwalds und ist ein kleines Schmuckstück mit Außenterrasse und Holzinventar. Unsere Gruppe trifft sich zum Abendessen auf der Terrasse. Wir haben einen wunderschönen Blick auf den Sigiriya-Felsen und nur die Mücken dämpfen etwas die entspannte und müde Atmosphäre. Insgesamt war der Tag ziemlich anstrengend, da wir ca. 7 h nur Bus gefahren sind. Das Essen ist reichhaltig und wir probieren von allem etwas, um dann völlig übermüdet schlafen zu gehen.

  

Bei genauem Hinsehen, kann man auf dem Bild links auf dem Dach eine Schar Affen beobachten, wie sie sich auf den Dachziegeln in der warmen Abendsonne niederlassen.

 

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