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Die Gesellschaft Sri Lankas
Cirka 74 Prozent der 19 Millionen Einwohner Sri Lankas sind Singhalesen und bilden das Staatsvolk der Insel. Ihr Leben richtet sich nach ihrem buddhistischen Glauben. Die Tamilen stellen ca. 18 Prozent der Bevölkerung, wovon 80 Prozent Hinduisten sind.
Darüber hinaus leben auf Sri Lanka noch ca. 7 Prozent Moors.

Singhalesen sind berufsbezogen Kasten zugeordnet: Bauernkaste (50% und ranghöchste Kaste), Zimtschäler, Palmzapfer oder Wäscher (niedrigste Kaste). Mönche und Politiker gehören meist der oberen Kaste an.
Jeder Stamm spricht seine eigene Sprache, nur
die Amtssprache ist englisch. Da viele Singhalesen vom Tourismus leben, können sie auch
einige Worte deutsch, denn die meisten Besucher der Insel sind Deutsche und Engländer.
Der Streit zwischen den Tamilen und Singhalesen ist in der Vergangenheit begründet und beginnt mit der Legende des Singha (Löwenmenschen). Ein Königssohn aus Indien, Enkel eines Löwen, erobert mit 700 Kriegern die Insel Sri Lanka und stellt so den Ursprung der Singhalisen dar. 250 Jahre später wird der König von Anuradhapura zum Buddhismus bekehrt und fortan lebt die Insel zum Großteil nach diesem Glauben.
Die Tamilen versuchen indes sich durchzusetzen. Sie werden z.B. von England als Kolonialmacht zum politischen Zweck in der Politik eingesetzt, um die Singhalesen zu schwächen.
1948 wird Ceylon unabhängig und die Singhalesen unterdrücken mit aller Macht die Tamilen, die sich in den Norden zurückgezogen haben. Im Juli 1983 werden 2000 Tamilen als Vergeltungsakt
auf einen terroristischen Anschlag getötet und so begann der
bis ins Jahr 2002 andauernde Bürgerkrieg.
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