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Buddhismus " Es gibt keinen Gott, der verehrt werden will, es gibt kein anderes übernatürliches Wesen als den vollkommenen Menschen." Vor 2500 Jahren lebte Siddharta Gautama, ein Adeliger aus Indien. In einer Mainacht an seinem 35. Geburtstag fand er unter einem Feigenbaum die Erleuchtung und wurde fortan Buddha (der Erwachte) genannt. Ein Ableger des Feigenbaums steht in Anuradhapura. Buddha entwarf eine philosophische Reform, aus der sich die Religion des Buddhismus entwickelte. Vier edle Wahrheiten bilden den Kern: die heilige Wahrheit vom Leiden, von der Entstehung des Leidens, von der Aufhebung des Leidens und dem achtfachen Pfad, der danach folgt. Durch Meditation erlangt man Selbstkontrolle, inneren Frieden und letztendlich das Nirwana (Erlösung und Wiedergeburt). Buddhistische Tempelanlagen heißen Dagoba (Reliquienkammer) und haben die Form einer Kuppel. In ihr sind buddhistische Überreste vergraben. Sie sind umgeben von Terrassen für Blumenopfer und gekrönt von einer Kuppel - ausgerichtet an einer Himmelsrichtung -, die das Weltei symbolisiert. Buddhastatuen heißen Mudras. Man unterscheidet vier Positionen: schlafend, sitzend, stehend und tot. Die tote Haltung differiert von der schlafenden durch die Haltung der Füße, die in der sterbenden leicht angezogen sind. In der stehenden Haltung zeigt er sich furchtlos und ermutigt den Betrachter. Sitzend meditiert er oder ruft die Erde als Zeugen für seine Erleuchtung an.
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